Meet and Code Workshops für Kinder und Jugendliche

Auch dieses Jahr bieten wir euch in den Herbstferien wieder spannende Workshops im Rahmen des Kinderferienpasses des Kinder- und Jugendbüro der Stadt Unna sowie Meet and Code an.

MicroPython Crashkurs für Kinder und Jugendliche mit Calliope Mini!

14. Oktober

Habt ihr schon einmal davon geträumt, eure eigenen Programme zu schreiben und kleine elektronische Projekte zu erstellen? Dann ist dieser Crashkurs genau das Richtige für euch!

Was erwartet euch?
– Einführung in die spannende Welt der Programmierung mit MicroPython
– Interaktives Arbeiten mit dem Calliope Mini – einem kinderfreundlichen Mikrocontroller
– Praktische Übungen und Projekte, die eure Kreativität und euer logisches Denken fördern
– Schritt-für-Schritt-Anleitung von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren
– Spaßige Teamaktivitäten und Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten

Vorkenntnisse sind nicht nötig, Interesse uns Spaß an Technik reicht.
Wer einen eigenen Laptop hat, kann diesen gerne mitbringen, wir haben aber für die Programmierung auch genug Geräte vor Ort.

Anmeldung über unser Pretix unter: https://s.unhb.de/python

„Bitte nicht stören“ – Bau eines LED Stimmungslichts

7. Oktober 2023

In diesem Workshop bauen und programmieren wir eine kleine LED Lampe die beliebige Farben annehmen kann. Das Licht lässt sich per WLAN vom Handy sowie mit einer kleinen Fernbedienung aus ansteuern. Du kann das Licht beispielsweise als “Stimmungsbarometer” an die Tür deines Zimmers hängen.

Vorkenntnisse sind für den Workshop nicht nötig. Wir werden ein Gehäuse mit einem Lasercutter schneiden, die Schaltung für die LEDs löten und im letzten Schritt die Software auf die Ampel überspielen. Ein eigener Laptop ist von Vorteil aber wir werden auch einige Leihgeräte zum erstmaligen Programmieren zur Verfügung stellen.

Anmeldung über unser Pretix unter: https://s.unhb.de/led

Offener Brettspieltreff am 12. Mai

Kommenden Freitag, 12. Mai ab 17 Uhr findet der nächste offene Brettspieletreff statt.

Auch dieses mal gilt wieder: Kommt einfach vorbei, bringt evtl. ein paar Spiele mit und macht mit. Eine Auswahl der Spiele die sicher vor Ort sein werden: Zauberberg, 7 Wonders, Uno, Kingdom Builder, Dragimino, Kingdomino.

Wir freuen uns auf euch!

Offene Spielerunde am 16. Dezember

Am kommenden Freitag, 16. Dezember ab 16 Uhr laden wieder zur nächsten offenen Spielerunde in der Hochstraße 10 ein.

Beim letzten mal haben wir unter anderem Smallworld “Underground” gemeinsam mit einigen Besuchern der UNHB gespielt:

Foto von dem Spielbrett von "Smallworld: Underground" mitten im Spiel.

Auch dieses mal gilt wieder: Kommt einfach vorbei, bringt evtl. ein paar Spiele mit und macht mit. Eine Auswahl der Spiele die sicher vor Ort sein werden: Zauberberg, 7 Wonders, Uno, Kingdom Builder, Dragimino, Kingdomino.

Wir freuen uns auf euch!

LoRaWAN (und ein bisschen Fussball EM)

Während gerade die deutsche Fussballelf aktuell mit 0-0 in der Halbzeitpause ist gibt es bei uns ein kurzes Update zum Stand der LoRaWAN Förderung für Unna und Umgebung. Also zuerst mal ein paar Bilder

Interessierte für Workshops und Gatewaystandorte können sich weiterhin bei uns melden (siehe auch den letzten Post).

Ansonsten werden wir jetzt bald damit beginnen die Gateways einzurichten und natürlich die Vorträge weiter auszuarbeiten. Es geht also langsam aber sicher vorwärts.

Und jetzt weiter mit dem Fussballprogramm (und Fussballmuffel können gerne bei uns im Chat vorbei schauen und ein wenig quatschen/schreiben)

Wir sind offizielle TTN Community fuer den Kreis Unna

Hooray! Um das ganze zu zelebrieren gibt es am kommenden Samstag 10.04.2021 ein virtuelles Happening zu dem wir euch gerne einladen möchten. Los geht es um 17 Uhr auf unserem bbb Server. Gerne schaut vorher auf unserer Community Seite beim TTN vorbei!

Gerne können wir zu dieser Gelegenheit über LoRaWAN, TheThingsNetwork, die nächsten Gateways für den Kreis Unna, nodes, Hardware und was euch sonst noch so einfällt reden. Bis dahin!

Pressemitteilung Projekt CO2-Ampel

CO2-Ampel made in Unna

Bereits im August 2020 wurde durch ein Mitglied der UN-Hack-Bar ein funktionierender CO2 Ampel Prototyp gebaut. Seitdem hat sich viel getan und jetzt hat der gemeinnützige Verein aus der Morgenstraße die zweite und voraussichtlich finale Auslieferungsrunde abgeschlossen und blick zurück.
CO2 Ampeln messen den Anteil Kohlendioxid (CO2) in der Raumluft und helfen dadurch Ermüdung und Infektionen durch rechtzeitiges Lüften vorzubeugen.
Wir atmen CO2 aus und wenn wir erkrankt sind ebenso Viren. Daher ist es möglich indirekt vom CO2 Gehalt der Luft auf eine potenzielle Viruslast der Raumluft zu schließen.
Und so funktionieren die Ampeln: bei Grün ist der Wert unbedenklich, bei Gelb sollte bald gelüftet werden, aber noch ist der Wert unkritisch und bei Rot sollte umgehend gelüftet werden, da der Grenzwert von 1000ppm überschritten wurde.
Insgesamt wurden fast 1000 Ampeln verschickt.
Die Empfänger*innen saßen dabei deutschlandweit und auch über die Grenzen hinaus: in die Niederlande, Schweiz, Österreich und Schweden wurden jeweils Ampeln geliefert. Über 40 Quadratmeter Pappelholz wurden im Lasercutter des Vereins für die Gehäuse geschnitten, mehrere Kilogramm Kunststoff Filament mittels 3D-Druck verarbeitet und eine dreistellige Anzahl Pakete gepackt und verschickt. Für Entwicklung, Dokumentation, Support, Einkauf und Versand sind in etwa 2300 Personenstunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden. Software, Platine, laser geschnittenes Gehäuse und 3D gedruckter Diffusor wurden von der UN-Hack-Bar entwickelt und hergestellt. Alle Elemente der Ampel sind Open Source und stehen online zum selber nachbauen zur Verfügung. Der Verein hat auch den Import der benötigten elektronischen Bauteile übernommen bis hin zum direkten Kontakt mit dem Hersteller des in der Ampel verbauten CO2 Sensors. Auf diese Weise konnten die benötigten Teile organisiert werden, obwohl im Winter kaum noch Sensoren auf dem deutschen Markt zu haben waren. Ebenfalls konnte der Verein die CO2 Ampel quasi zum Selbstkostenpreis von 35 Euro weitergeben (zum Vergleich: Der Sensor alleine kostet bei reichelt knapp 27 Euro). Vereinsmitglied Frank Nord dazu “Wir wollten eine bezahlbare Hilfe anbieten” und mit einem Kopfschütteln “es gibt technisch gleichwertige, aber um über das Zehnfache teurere Angebote – da wird die Not der Menschen massiv ausgenutzt!”. Im Dezember hatte der Verein jeweils eine Ampel pro Schule in Unna gespendet. Finanziert wurde diese Aktion von der Stiftung Zukunft der Sparkasse Unna. Ebenfalls im Dezember erhielt der Verein den Förderpreis der Aktion Lichtblicke (Antenne Unna) über 2500 Euro. Mit diesem Geld und weiteren Spenden von Bürger*innen aus ganz Deutschland konnte der Verein erneut ungefähr 100 weitere Ampeln kostenlos an die Schulen in Unna abgeben.
Verwundert zeigte sich der Verein jetzt darüber, dass ein Elektrohändler aus Fröndenberg sich in der Presse als Projektinitiator gibt, obwohl er lediglich die Bausätze des Vereins zusammensetzt und mit eigenem Logo weitergibt, jedoch an deren Entwicklung nicht beteiligt ist.
Da das Projekt sehr kräftezehrend für die Menschen des Vereins war, ist keine weitere Runde geplant.
Es gibt jedoch bereits Anfragen von anderen Initiativen das Projekt weiterzuführen, die von der Projektgruppe der UN-Hack-Bar gerne unterstützt werden.

Weitere Informationen:

https://www.un-hack-bar.de/2020/10/25/co2-ampeln-fuer-alle/ (Blogbeitrag unhb.de aus Oktober 2020)
https://wiki.un-hack-bar.de/index.php/CO2_Ampel (Informationssammlung zur Ampel)
https://s.unhb.de/co2-aufbau (Aufbauanleitung)
https://git.unhb.de/smash/co2ampel (alternativ Software der Ampel)
https://git.unhb.de/smash/ebk-unhb-co2ampel (Software der Ampel)
https://www.youtube.com/playlist?list=PLPb2paQxn_U2I763Bx0YOEPnyly2mEiO9 (Aufbauanleitung, Bericht WDR Lokalzeit, Ehrung durch die Gruenen Unna)
https://www.antenneunna.de/artikel/das-grosse-danke-wir-unterstuetzen-diese-projekte-im-kreis-unna-818401.html (Foerderpreis durch Antenne Unna)
https://www.un-hack-bar.de/2021/01/31/ehrung-durch-ov-unna-buendnis-90-die-gruenen/ (Ehrung durch Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen in Unna)

Ehrung durch OV Unna Bündnis 90/ Die Grünen

Heute sind wir von dem Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen in Unna für unsere Arbeit an und mit den CO2 Ampeln geehrt worden. Hier das Video der Online-Ehrung via Youtube. Wir waren natürlich live mit dabei:

Die Online-Übergabe

Es gab sogar einen Preis!

Das Buch "Der Zauberer von Oz", eine Urkunde und eine große Flasche Sekt
Unser Preis: Das Buch “Der Zauberer von Oz”, eine Urkunde und eine große Flasche Sekt
Die Ehrenurkunde
Die Urkunde im Detail

Wir bedanken uns nochmals sehr für die Auszeichnung. 🙂

Übrigens: Der Sekt wird im Sommer (so es die Pandemie es erlaubt) zu Sekt-Slush-Eis verarbeitet werden. Wir lassen es euch wissen wann es soweit ist.

Hier noch der Link zu der Ehrengalerie:
https://gruene-unna.de/wer-wir-sind/partei/gruene-ehrengalerie/

(d)ein Lasercutter für Unna

Den Begriff Lasercutter haben schon viele Menschen von gehört, sie sind auch immer öfter mal zu sehen (z.B. auf Trödelmaerkten zum Handy gravieren) aber daran arbeiten können nur wenige. Das ist sehr Schade, denn ein Lasercutter macht viele interessante Projekte möglich. Wir möchten möglichst vielen Menschen den Zugang zu dieser Technik ermöglichen und haben daher ein eigenes Projekt gestartet: (d)ein Lasercutter für Unna!

Ziel ist es einen finanzierbaren Laser Cutter zu erwerben, diesen mit einer Rauchgasreinigungsanlage auzustatten und ihn im Hackspace den Menschen aus dem Kreis Unna zur verfügung zu stellen. Wir möchten dabei vor allem auch den Schulen die Möglichkeit geben mit diesem Gerät zu arbeiten, da diesen oftmals die finanziellen Mittel wie auch die Zeit fehlt einen Laser Cutter zu erwerben und zu betreiben. Dennoch halten wir es für sinnvoll und wichtig, den Schüler*innen zu ermöglichen Erfahrungen mit einem solchen Gerät zu sammeln. Eine Teilhabe an aktueller Technik darf keine Frage des familiären Einkommens sein! Aber auch allen anderen Menschen soll dier Zugang zu diesem Gerät frei stehen, die Nutzung wird kostenlos möglich sein! Einzige Voraussetzung wird eine ausführliche Einweisung sein.

Lasercutter in Aktion (Quelle: Wikimedia, CC Lizenz By-SA)

Das Projekt ist nicht neu, wir haben bereits im Spätsommer 2019 begonnen auf die Suche nach Unterstützung zu gehen. Denn ein Laser Cutter ist eine teure Anschaffung, ein Cutter welcher unseren hohen Sicherheitsanforderungen genügt und die Umgebung des Hackspace nicht mit dem Gestank von verdampften Holz belastet noch teurer. Wir haben dazu saemtliche Stiftungen im Kreis Unna angeschrieben und unser Projekt vorgestellt. Bisher leider erfolglos, einige Stiftungen sind hochspezialisiert, andere haben sich seit Monaten nicht geaeussert, wieder andere fanden das Projekt schlicht und ergreifend nicht förderwürdig. Vor kurzem gab es Anlass zur Freude: Die Sparkasse Unna Kamen, welche uns bereits während des Projektes Maker vs. Virus mit Technik und Material unterstuetzt hat, teilte uns mit das Projekt ‘(d)ein Lasercutter fuer Unna’ mit 500 Euro zu fördern.

Vielen Dank an die Sparkasse Unna Kamen an dieser Stelle für diese Spende!

Was geht denn überhaupt alles mit einem Lasercutter? Erst einmal zwei Dinge: milimeterpräzisches schneiden und gravieren. In einem Vortrag wurde das Gerät einmal mit einer sehr präziesen Laubsäuge verglichen, aber die Materialien die mittels Laserstrahl bearbeitet werden können sind vielfältig:

  • Holz
  • Kunststoffe
  • Textilien
  • Leder
  • Lebensmittel
  • Naturstein
  • Glas
  • Metall

Dabei gibt es materialspezifische Unterschiede in der Bearbeitbarkeit. Habe ich gesagt Metall? Ja, vergesst das mit den Wurfsternen – Metall kann mit einem Gerät dass wir uns leisten können nicht geschnitten werden! ABER: Metall kann sehr wohl graviert werden! Holz und Kunststoff kann sowohl geschnitten als auch graviert werden. Hier ist etwas Detailwissen notwendig. Genau dieses vermitteln wir bei der Einweisung ins Gerät, so dass ihr sicher und erfolgreich eure Projekte umsetzen könnt!

Konkrete Projekte sind zum Beispiel:

Und das ist nur ein kleiner Überblick, es gibt noch unendlich mehr Projekte im Web. Vorallem aber seid ihr flexibel eure eigenen Projekte mit dem Laser Cutter umzusetzen.

Wie kann ich mitmachen?

Wenn ihr dieses Projekt mit uns stemmen wollt und einen frei verfügbaren Lasercutter für Menschen aus dem Kreis Unna eine gute Idee findet, ist jetzt der richtige Zeitpunkt! Da uns immer noch ein paar Mitglieder*innen fehlen um unsere monatlichen Kosten decken zu können haben wir uns für einen Crowdfunding Ansatz entschieden.

Ihr könnt zweckgebundene Spenden auf unser Bankkonto überweisen (Überweisungstext: “(d)ein Lasercutter fuer Unna”) oder uns über betterplace.org (PayPal, Bankeinzug, Kreditkarte, paydirekt) zukommen lassen. Da die Spenden zweckgebunden sind, könnt ihr sicher sein dass euer Geld auch wirklich nur für dieses Projekt verwendet wird!

Und nochwas: da wir gemeinnützig sind, könnt ihr eure Spende von der Steuer absetzen. Bis 200 Euro benötigt ihr dafür nicht einmal eine Spendenbescheinigung (die wir euch bei Bedarf natürlich ausstellen, einfach Kontakt aufnehmen).

Nutzung der Corona-App in Unna

Seit etwa einer Woche ist nun eine Corona-Tracing-App verfügbar. Direkt nach Veröffentlichung habe ich mal einen Spaziergang durch die Innenstadt von Unna gemacht und Bluetooth Pakete mit der Service-ID 0xfd6d aufgezeichnet. Ziel war es zu schauen wieviele andere Geräte mit aktiver Corona-App unterwegs bzw. sichtbar sind.

Die Idee dazu hatte ich nicht selbst sondern haben ich auf Twitter gesehen. Sieh dazu den orginalen Twitter Post.

Entsprechend habe ich fix die Android App RaMBLE installiert und dort einen entsprechenden Filter angelegt.

Anschließend den Scanner gestartet und los ging es mit dem Sparziergang durch die Stadt. Nach einigen Besuchen in den lokalen Geschäften ist eine Stunde vergangen und ich habe die Datenbank über das “…” Menü exportiert. Man erhält eine sqlite Datenbank als Export. Da ist zu dem Zeitpunkt nur einen Windows Rechner zur Hand hatte, hab ich die Datenbank anschließend im DB Browser for SQLite geöffnet. Dort lässt sich im Anschluss ein SQL Statement absetzen um die Daten halbwegs passend in eine Textdatei zu bekommen. Auch hier hab ich mich bei Twitter bzw. bei Github eines fertigen SQL Statements bedient. Das abgesetzte Statement wird als neue Ergebnissansicht gespeichert.

Als nächsten Schritt lässt sich über das Datei-Menü die gerade angelegte Ergebnissansicht als JSON Datei exportieren.
Die JSON Datei hab ich dann über einen Texteditor noch etwas vereinfacht und umformatiert und als letzten Schritt eine HTML Datei angelegt die die Geokoordinaten und etwas JavaScript für das Goolge Maps API enthält (basierend auf diesen Beispiel).

Hier nun das Ergebnis mit rund 500 empfangenen Corona-App-Pakten:

Leider war ich entweder speziell in der Fußgängerzone zu schnell unterwegs ODER es gab insgesamt noch wenig Menschen mit einer aktiven Corona-App. Man sieht in dem Geschäften deutlich mehr empfangene Pakete.

Ich werde das experiment bei Gelgenheit wiederholen aber dann alle ~10 Meter mal für ca. 1-2 Minuten stehen bleiben. Mal sehen wie sich die Heatmap dann ändert.

Kleiner Hinweis am Ende: Dieser Artikel ist wortgleich auch auf meinem privaten Blog erschienen.

Maker vs. Virus – ein Fazit

update: vor lauter Details (und Versionen dieses Textes) ist mir durchgegangen die freundlichen Menschen aus dem Chaospott zu erwähnen, die uns einen Ultimaker 3 geliehen haben. All Hail Discordia!Chaospott! (hoffe das macht den Verpeil wieder wett ;))

Einen knappen Monat haben wir Gesichtsschutze gedruckt, Visiere geschnitten, Behelfs Mund Nasen Schutze (BMNS) genäht und zum Schluss Earsaver gedruckt. Empfänger waren Menschen aus Medizin und Pflege, z.B. Krankenhäuser, Rettungsdienst, Altenheime und mobile Pflege. Wir haben das Material von Anfang an kostenlos ausgegeben und keinen Selbstkostenpreis oder ähnliches verlangt. Viele Menschen haben dennoch aus freiem Antrieb an den Verein gespendet, was zwar nicht unser Ziel war – aber uns dennoch sehr hilft. Denn wir sind nach wie vor ein kleiner Verein und sozusagen im Entscheidungsjahr unserer Existenz (-> in eigener Sache). Glücklicherweise ist der Bedarf an Face Shields und co deutlich zurück gegangen, so dass wir den Druck gestoppt und unsere Rolle als aktiver HUB im Projekt Maker vs. Virus beenden konnten. Ein guter Zeitpunkt zurück zu blicken und ein Fazit zu ziehen.

Es war ein turbulenter und auch sehr anstrengender Monat, aber wir sind an unserer Aufgabe gewachsen und haben viel Unterstützung erfahren mit der wir nicht gerechnet hatten. So haben bemerkenswert viele Menschen aus dem Kreis Unna zuhause ihre 3D Drucker laufen lassen um Teile für Gesichtsschutze zu drucken. Auch hat uns die Spende von 66 Metern (!) Beetfolie vom Globus Baumarkt in Unna ermöglicht die Shields um die notwendige Scheibe zu ergänzen! Nachdem unser aktiver 3D Drucker den Mainboard Steppertreiber magic-smoke Tod starb, erhielten wir das Angebot der Sparkasse ihren Drucker zu leihen. Und damit nicht genug, die Sparkasse half auch den Kontakt zu den Schulen herzustellen. So haben wir für das Projekt leihweise 3D Drucker vom Pestalozzi Gymnasium, der Hellweg Realschule, dem Gymnasium Kamen, der Hauptschule Holzwickede und der Hauptschule Kamen geliehen bekommen. Die Gesamtschule Königsborn hat ihrerseits sogar Schüler*innen gefunden die zuhause quasi als Projekt den Druck unterstützt haben (-> Bericht im Hellweger Anzeiger). Support aus den eigenen Reihen haben wir auch erhalten, der Chaospott (unsere CCC Verwandtschaft aus Essen) hat uns einen großartig verzierten Ultimaker 3 geliehen, den wir mit viel liebe in unsere Druckfarm aufgenommen haben.

Die grosse Unterstützung war unerwartet, aber auch wichtig. Für den 3D Druck im Hackspace benötigte es immer einen anwesenden Menschen um neue Drucke zu starten, Shields zu bauen oder die Drucker zu warten. Nach unserem Aufruf (-> Wir suchen Unterstützer*innen) haben sich für diese Aufgabe sogar einige besonders mutige Menschen aus dem Kreis Unna gefunden. Besonders mutig weil sie kein Vorwissen mit 3D Druckern hatten und dennoch mit uns den Sprung ins kalte Wasser wagten.

Bereits im Spätsommer 2019 haben wir begonnen einen Lasercutter für den Hackspace aufzutreiben (-> Projekt Lasercutter). Den Nutzen eines solchen Gerätes haben damals kaum Menschen außerhalb des Hackspace verstanden und so blieben unsere Unterstützungs-Anfragen an sämtliche Stiftungen des Kreises teilweise bis heute unbeantwortet. Zum Bau der Face Shields war aber genau solch ein Gerät der Schlüssel. Denn aus 66 Metern Beetfolie mehrere Hundert Visiere zu schneiden und diese präzise zu lochen um mit den 3D gedruckten Bügeln zu passen funktioniert von Hand nicht wirklich gut. Wir haben eine spezielle Variante des Shields für den Rettungsdienst hergestellt (kürzeres Visier) und konnten uns daher daran üben 30 Visiere von Hand zu schneiden – das war wirklich nicht so lustig. Für den Großteil der Shields konnten wir aber auf Hardware des Chaostreff Dortmund zurückgreifen, wo Menschen sich richtig ins Zeug gelegt haben und stundenlang Folie auf dem Lasercutter in Visiere verwandelt haben. Hierfür wurde sogar eigens ein Vakuumtisch improvisiert um die widerspenstige Folie beim schneiden auf dem Laser plan zu halten.

Folien aus PET-G Platten lasern

Unterdessen haben wir auch mit Livestreams und Videoproduktion experimentiert, um unmittelbarer von unseren Fortschritten zu informieren. Schnell haben sich mehrere Mitglieder eingebracht, um die Streams zu maintainen und sogar zu verbessern. Sogar ein Webcamserver wurde aufgesetzt, um die Drucker aus verschiedenen Perspektiven zu filmen. Wer weiß? Vielleicht gibt es demnächst mehr Videos und Streams von uns. Die Erfahrung und gewillte Individuen sind da.

Bei all den positiven Dingen, die das Projekt hervorgebracht hat können wir auch irgendwie verschmerzen dass während des Projekts der einzige Kontakt zur Stadt Unna über das Ordnungsamt lief, welches Strafzettel fürs Aus und Einladen vor dem Hackspace an uns hinterlassen hat. So Kontaktwillig hat sich der Kreis leider nicht gezeigt, denn unser Hilfsangebot an den Fachbereich Gesundheit blieb bis heute unbeantwortet. Wir halten also fest: selber machen funktioniert immer noch am besten!

Und jetzt?
Wenn ihr noch Face Shields oder Earsaver brauchen könnt, kontaktiert uns gerne. Solange wir noch Material da haben helfen wir gerne aus. Solltet ihr Grosse Mengen benötigen können wir den Kontakt zu Menschen herstellen die Face Shields in Spritzguss Verfahren herstellen. Wir räumen unseren Hackspace jetzt langsam wieder frei für alte und neue Projekte. Das Projekt Lasercutter ist bei uns wieder aktueller denn je und daher haben wir dafür eine Betterplace.org Spendensammlung gestartet (ebenso wie eine generelle Spendenaktion wenn ihr uns durch die Corona Zeit helfen wollt). Parallel dazu bauen wir an einer MPCNC und daran unsere Vorträge in Zukunft Online präsentieren zu können. Achja: unser 3D Drucker hat mittlerweile ein neues Mainboard bekommen – allerdings hat das leichte defekte (danke ebayKleinanzeigen….) und braucht noch einige Aufmerksamkeit von uns. Last but not least: wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Menschen, die zusammen mit uns diese Aktion gestemmt haben!

Das Projekt in ein paar Zahlen:

3D Drucker:
4 Ultimaker 2+
1 Ultimaker 3
1 Ultimaker S5
1 Ender 5
1 Craftbot
1 CTC Bezier

ca 120 dokumentierte Schichten + etliche Stunden nicht dokumentierter Arbeit (Kontakt Schulen, Abholung 3D Drucker, Materialsuche, Einfuehrung ehrenamtlicher Helfer*innen in den Ablauf im Hackspace, Social Media Bespielung, Projektdokumentation, Unterstuetzungsanfragen mit Stromanbieter und Baumarkt, Maker vs. Virus Meetings, Bedarfsklaerung per Telefon, eMail und persoenlich, Beantworten von Anfagen auf der eigenen Mailingliste, Bestellung von Material, Terminierung Abgabe Drucke von Helfer*innen, Fahrten um Spezial Locher zu besorgen…)
ca 13 Entitaeten (darunter auch komplette Familien) die Schichten gearbeitet haben
ca 30 verschiedene Empfänger*innen von Material u.a. Zahnaerzt*innen, Physiotherapeut*innen, Pflegeheime, Krankenhaeuser, Logopaed*innen, Hausaerzt*innen, Rettungsdienst, Verkehrsbetriebe, Psychotherapeut*innen, Altenpflege, Intensivmedizin, Krankentransporte, Kassenvereinigungen, Gastroenterologie, Privatpersonen

Material:
ca 200 Zip Beutel
ca 100 Meter Stirnpolster
ca 100 Meter Knopflochband
ca 700 einzelne 3D Drucke (Faceshields, earsaver)
mehrere hundert Visiere aus dem Lasercutter des CTDO + ein komplett handgeschnittener Satz fuer das DRK/Rettungsdienst im Kreis Unna
knapp 20 Kilo Filament verbraucht
ca 200 Behelfs Mund Nasen Schutze genaeht

Presse und co:


Gymnasium Kamen

Gesamtschule Kamen

Hellweger Anzeiger “Unnas Hackerclub „näht“ Schutzmasken mit dem 3D-Drucker”

Hellweger Anzeiger “Gesamtschüler aus Königsborn drucken Rahmen für Schutzmasken

Hellweger Anzeiger “Gesichtsschutz aus dem Drucker: Kamener Gesamtschule sagt Coronavirus den Kampf an

Hellweger Anzeiger PGU-Abiturient nutzt Kontakte zur Schule für die Herstellung von Schutzvisieren

Lokalkompass

Gesamtschule Kamen